Dienstag, 21. August 2007

Bali und Jakarta

Easy Rider in Bali

Donnerstag der 09.08. war National Day in Singapur. Das musste ich natürlich für ein verlängertes Wochenende ausnutzen und hab mir den Freitag danach freigenommen. Ich erinnere: NO LEAVE ALLOWED (Keine Urlaubstage). Den Flug haben wir zwei Wochen vorher gebucht. Wir wollten eigentlich nach Surabayu auf den aktiven Vulkan und da auf Pferden den Gipfel erklimmen oder mit dem Motorrad von Ho Chih Minh (Vietnam) nach Phnom Penh / Ankor Wat (Kambodscha) fahren. Skrewed up. Leider waren die guten Flüge alle schon weg oder viel zu teuer. Nach langer Suche haben wir eine indonesische Billigairline gefunden, die von Singapur aus nur nach Jakarta fliegt und von da aus ganz Indonesien bedient.

Adam Air

Mit Adam Air haben wir dann also folgendes gebucht:
  • Do 09.08. morgens von Singapur nach Jakarta und direkt weiter nach Bali.
  • Sa 11.08. abends von Bali nach Jakarta
  • Mo 13.08. ganz früh morgens von Jakarta zurück nach Singapur

Alles in allem für 350SGD (~175Eur). Unsre Recherchen haben ergeben, dass Adam Air in diesem Jahr bereits zwei Zwischenfälle hatte. Dabei wurde eine Maschine am 01. Januar als vermisst gemeldet und eine weitere landete am 21. Februar unsanft auf dem Rumpf. Das Flugzeug soll zu dem Zeitpunkt schon fast 13 Jahre alt gewesen sein. Es war also wieder einmal Zeit. (Auf Arbeit, wenn irgendetwas schief gegangen ist: "Damn. It's an Adam Air" (Mist, das ist ja echt ja jetzt mal ein Adam Air).

Bali - Beach zur Low-Season

Donnerstag Abend sind wir (Burak, Yaren und ich) in Bali angekommen. Taxischalter gibts am Flughafen und kostet nach Kuta (Partyhochburg auf Bali) 45.000 Rupiah (4,50USD) soweit ich mich erinnere. Dann haben wir uns noch eine Unterkunft für 120.000 gesucht (insg. für 3Personen) und haben die Gegend ausgecheckt. Die Hostels befinden sich entlang der Poppies Gang I und Poppies Gang II. Touristinformations gibts wie Sand am Meer. Da kann man sich Packagetouren buchen und Motorräder ausleihen, was wir dann auch am Samstag gemacht haben. Am späten Abend sind wir noch in einem erstklassigen Restaurant für wenig Geld essen gewesen.

Motorradtour durch Bali

Freitag haben wir eigentlich nur am Strand verbracht. Die Wellen und die Sonne sind einfach atemberaubend. Ich hab mich auch tierisch verbrannt. Samstag wollten wir etwas Kultur probieren. Also haben wir uns Motorräder ausgeliehen und sind Richtung 70km entfernten aktiven Vulkan gefahren. Das Wetter hat uns nach 5km ein Strich durch die Rechnung machen wollen. Aber wir haben mit Regencapes zurückgeschlagen. Unglücklicherweise kam mit der Höhe auch die Kälte. So sind wir dann nach 5h Regen vielleicht 10km vor dem Gipfel umgedreht und haben es grad so vor Einbruch der Dunkelheit zurück nach Kuta geschafft. Den Flug haben wir trotzdem verpasst. Egal. Ohne Aufpreis ging es dann am Sonntag morgen nach Jakarta.

Jakarta Innenstadt

Jakarta, die 18.Mio Menschen Agglomeration, ist dießig und nebelig. Die Umweltverschmutzung ist eines seiner größten Probleme. Indonesien hatte bis noch vor kurzem keine stabile Regierung und ist immernoch sehr korrupt. Wir wurden sogar gewarnt, uns von keinem Polizisten den Pass wegnehmen zu lassen. Den kann man sich nur noch freikaufen. Auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt sind wir an verschiedenen Slums vorbeigefahren. Die ersten dieser Art, die ich je gesehen habe. Traurig. Der krasse Kontrast ist das Stadtzentrum. Es sieht zwar aus wie die DDR in ihren besten Tagen, aber man kann das Geld da schon klar erkennen. Jakarta hat sonst wenig zu bieten. Einheimische nennen sie: Big Durian (in Anlehnung an Big Apple). Man muss eine dicke Haut haben um da zu leben und die Stadt zu lieben. Wir fanden unser Hostel in der Jalan Jaksa, der Backpacker Strasse, die eigentlich wie alle anderen Strassen ausschaut aber im weltweit bekanntesten Reiseführer Lonely Planet (meiner HolyBible) erwähnt wird und damit zur wichtigsten Einnahmequelle dieses Stadtteils geworden ist.

Hier gabs die rechte Rolltreppe wohl im Sonderangebot

Zur Zeit muss man sich dort vor den Mücken in Acht nehmen. Tagsüber schlägt die Mücke zu die Dengue überträgt. Eine Tropenkrankheit ohne Heilmittel. Die Einheimischen bezeichnen sie auch als Knochenbrecherkrankheit. Circa 1% der Fälle stirbt an einem Schock. Während der Nacht macht sich die Malariamücke dann ans Blutsaugen. Also unbedingt ein Antimückenspay mitbringen! Okay, Yaren und Burak wurden überall gestochen in Jakarta. Krank sind sie trotzdem nicht geworden und werden sie auch nicht, die Inkubationszeit (Zeit von der Infektion zum Ausbruch) von Dengue beträgt sieben Tage.

-- Bali rockz --

Montag sind wir in der früh dann unsren vierten und letzten Flug mit Adam Air angetreten und sind auch sicher in Singapur gelandet. Zum Mittag waren wir dann also wohlbehalten (und ungeduscht) wieder da und haben direkt angefangen zu arbeiten.


Den Rest der Fotos gibts hier:
http://picasaweb.google.co.uk/Boehme.marcel/BaliJakarta